Vom 6. bis 8. März 2026 fand in der Erbighalle Aschaffenburg die Deutsche Meisterschaft der Altersklasse U17 im Freistil statt. Ausgerichtet vom RLZ Aschaffenburg, traten 168 Ringer in den Gewichtsklassen von 42 kg bis 110 kg gegeneinander an. Insgesamt wurden 314 Kämpfe ausgetragen. Der Württembergische Ringerverband (WTB) war mit 21 Athleten aus zehn Vereinen vertreten und stellte damit eine der größeren Landesmannschaften.
Das württembergische Aufgebot konnte sich bei dieser Meisterschaft mit mehreren Medaillen in Szene setzen. Den größten Erfolg feierte Ruwen Hund (KG Baienfurt), der sich in der stark besetzten 65-kg-Konkurrenz den Titel des Deutschen Meisters sicherte. Hund überzeugte mit insgesamt sechs Siegen, darunter mehrere vorzeitige Erfolge durch Schultersieg und technische Überlegenheit. Im Finale bezwang er Neo Warkentin (TuS Adelhausen) souverän mit 7:1 nach Punkten. Ebenfalls Gold holte Max Leon Laible (KSV Unterelchingen), der sich in der 92-kg-Klasse durchsetzte, sowie Eser Alpay (KSV Musberg), der die 110-kg-Klasse mit drei durchweg vorzeitigen Siegen dominierte.
Silber ging an Lian Both (TSV Dewangen), der in der 71-kg-Klasse sieben Kämpfe gewann – sechs davon durch technische Überlegenheit – und erst im Finale gegen Elias Bolich (RSV Frankfurt/Oder) mit 2:7 unterlag. Both gehörte mit seinen sieben Siegen zu den vier erfolgreichsten Ringern des gesamten Turniers. In derselben Gewichtsklasse zeigte auch Dario Wolf (ASV Schwäbisch Hall) eine starke Leistung. Wolf sammelte sechs Siege und erreichte damit ebenfalls einen Podestplatz. Hugo Wahl (SG Weilimdorf) konnte sich in der 71 kg gleichfalls im vorderen Feld behaupten.
Weitere solide Ergebnisse steuerten Maxim Hafner (KG Baienfurt) bei, der in der 55-kg-Klasse vier Kämpfe gewann und sich im oberen Bereich platzierte, sowie Cermal Can Dogan (SV Fellbach), der in seiner Klasse mehrere Siege verbuchte. Konrad Buchholz (SG Weilimdorf) überzeugte in der 80-kg-Klasse unter anderem mit einem Schultersieg, musste sich im weiteren Verlauf aber den Top-Platzierten geschlagen geben. Oskar Härdtner (KG Baienfurt) und Recep Tayyip Gürel (SV Fellbach) konnten ebenfalls Akzente setzen, erreichten aber nicht die Medaillenränge. Konan Donny Kouadio (KSV Neckarweihingen), Iwen Metzler (SC Korb), Robert Flat (KG Baienfurt), Paul Levi Katajew (RSV Benningen) und Maddox Amaru Trcol (SVH Königsbronn) sammelten Turniererfahrung auf nationaler Ebene und konnten vereinzelt Siege erringen. Joel Romeo Knödler (KSV Neckarweihingen), Alexander Weinberg (KSV Neckarweihingen), Nick Schäfer (SV Dürbheim), Noel Remmele (RED DEVILS Ringen Heilbronn) und Constantin Lübbe (AC Röhlingen) konnten sich in ihren Klassen nicht entscheidend durchsetzen.
Bei den Vereinen ragte der SV Johannis Nürnberg mit 22 Siegen – davon 16 durch technische Überlegenheit – deutlich heraus. Die KG Baienfurt, mit gleich drei württembergischen Startern vertreten, erzielte 13 Siege und war damit der zweiterfolgreichste Verein des Turniers. Der AC Germania Rohrbach kam auf 11 Siege.
In der Länderwertung belegte Württemberg mit 54 Punkten aus 15 gewerteten Platzierungen den zweiten Rang hinter Bayern (83 Punkte, 16 Platzierungen). Nordbaden folgte mit 42 Punkten auf Platz drei. Insgesamt kehrte der WTB damit mit drei Goldmedaillen durch Hund, Laible und Alpay, Silber durch Both sowie weiteren guten Platzierungen aus Aschaffenburg zurück und bestätigte die Leistungsfähigkeit des württembergischen Ringernachwuchses auf nationaler Ebene.
