WRV-Kampfrichterin Bianca Zepf erhält DRB-Kampfrichterlizenz in Hösbach

Foto: Schleeh / Schwarzwälder Bote

Anlässlich der DRB-Kampfrichterlizenzerteilung hat der WRV Bianca Zepf danach interviewt.

Vita
Name: Bianca Zepf
Alter: 28 Jahre
Heimatverein: SV Dürbheim
Kampfrichterin seit 2010
Motto: „Ohne Kampfrichter*innen kein Ringen!“

Wie bist du zu der Kampfrichtertätigkeit gekommen?

Bianca: Ich habe in den unteren WRV-Ligen begonnen, so wie wohl jeder neue Kampfrichter, später dann auch bei den Württembergischen und Baden-Württembergischen Meisterschaften gepfiffen. Manuel Senn als WRV-Kampfrichterreferent hat mich sukzessive gefördert und gefordert. Angefangen bei den unteren Ligen bis ich jetzt dem DRB-Kampfrichterausschuss vorgeschlagen wurde.

Wie wird man lizenzierte DRB-Kampfrichterin?

Bianca: Indem man eine Kampfrichterprüfung ablegt, welche im Kampfrichterprüfungsausschuss bewertet wird. Hier wurde das theoretische Kampfrichterwissen abgefragt, dazu gehört auch die praktische Prüfung, die sich aus Bewertungen bei Turnieren im Rahmen eines Punktebewertungssystems zusammensetzt, es gibt also nicht die eine Prüfung! Alle Kampfrichter müssen ihr theoretisches Wissen einmal jährlich in einer Prüfung, findet meistens bei Meisterschaften statt, nachweisen. Anhand der erzielten Punkte und gezeigter Leistung wird man dann entsprechend der Ligen zugeteilt. Die praktische Prüfung wurde in Hösbach bei den Kämpfen, mit einem Dreimann-Kampfgericht durchgeführt. Ich war da als Kampfrichter und Punkterichter eingeteilt. Karl Peter Schmitt als Vertreter der Prüfungskommission bewertete meine Leistung.

Was darf man mit der DRB-Lizenz alles Pfeifen?

Bianca: Grundsätzlich darf ich jetzt in Deutschland alles pfeifen, von Bundesliga bis Bezirksliga und Jugendligen.

Hast du Ambitionen auch bei der UWW als Kampfrichterin tätig zu werden?

Bianca: Zum jetzigen Zeitpunkt habe ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht. Jedoch wenn es sich so gut weiterentwickelt, warum nicht. Ein Traum wäre schon bei Olympia pfeifen zu dürfen. Hierzu muss ich jedoch jährlich konstante Leistungen in der schriftlichen Prüfung, als auch auf der Matte vorzeigen. Dies gelingt nur, wenn ich an Tunieren, Lehrgängen und Trainingskämpfen teilnehme. Denn nur dort bekommst du das Feedback und die Kritik, um dich zu verbessern. 

Wieviel Freizeit bringst du für dein Hobby auf?

Bianca: Während der Saison bin ich fast jedes Wochenende unterwegs. Meine momentane weiteste Entfernung war Stuttgart nach Rheinfelden (ca. 230 km), ich gehe aber davon aus, dass es ab jetzt auch noch weitergehen könnte.

Was hat dich motiviert Kampfrichterin zu werden? Wo siehst du Probleme?

Bianca: Die schönen Momente, einen Kampf „gut“ zu pfeifen und danach auch von Vereinsvertretern oder Zuschauern positive Resonanz für die gute Leistung zu erhalten motiviert ungemein. Ich glaube das größte Problem sind die vielen Regeländerungen. Dadurch entsteht bei vielen Trainern, Betreuern oder Zuschauern eine Verwirrung was das Regelwerk angeht. Diese Unkenntnisse stellt das größte Problem dar, es führt häufig zu Unverständnis oder verbalen Angriffen.

Foto: Schleeh / Schwarzwälder Bote

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