Erhebliche Investition des Ringerzentrum Aalen in zeitgemäßen Trainingsbereich, hochmoderner Übungsraum für die Ringerregion Ostalb übergeben

Seite Mitte Juni hat das Ringerzentrum Aalen einen neu ausgestatteten Trainingsraum mit zwei 12x12m Ringermatten und hohem Sicherheitsstandard, die Modernisierungskosten belaufen sich auf einen mittleren fünfstelligen Betrag.

Die ersten Gespräche fanden hierfür bereits 2018 statt. Der Auslöser für die Besprechung waren zuvor Hinweise von Betreuern und Ringern bei technischen Lehrgängen in Aalen, dass die Matten mittlerweile doch stark gelitten hätten und deren Schutzwirkung nicht mehr so gegeben ist wie eigentlich gewünscht. Trittlöcher und ständiges verrutschen der Mattenunterteile sorgten bei Trainingseinheiten für häufige Unterbrechungen, um in diesen Pausen dann die Matten neu zusammen zu schieben.
Landestrainer anderer Verbände äußerten erste Bedenken und bekundeten ein zukünftiges Wegbleiben wegen schlechten Trainingsmaterials.
Für den Ringerstützpunkt waren dies erste Alarmzeichen, hier tätig werden zu müssen.

Nachdem sich der Ringerstützpunkt über Förderungsmöglichkeiten kundig machte und die entsprechenden Geldgeber kontaktiert wurden, konnte nach einer zweijährigen Planungsphase Mitte Juni innerhalb von einer Woche die Umbaumaßnahmen abgeschlossen und der momentan modernste Matten-Trainingsraum für Württembergische Ringer, an den Aalener-Ringerstützpunkt übergeben werden.

Modernisierungskosten von 46.000 € wurden getätigt, wobei sich diese Kosten auf folgende fünf Kostenträger verteilten. Die Stadt Aalen beteiligte sich mit einem Zuschuss von 14.000 €, der Württembergische Ringerverband mit 10.000 €, der KSV Aalen und der Württembergischer Landessportbund mit jeweils 3000 €. Den größten Brocken brachte der Ringerstützpunkt Aalen mit 16.000 € selbst auf.

Seit 1990, dem letzten großen Umbau, waren bis heute immer noch die ersten Ringermatten im Einsatz. Kaum eine Ringerkarriere dauerte so lange, wie die alten Matten ihre Arbeit im Ringerstützpunkt verrichteten. Die Mattentücher wurden in der Vergangenheit häufiger ausgetauscht, jedoch nicht der Unterbau. Auch ergänzende Lichtleisten wurden zu einem späteren Zeitpunkt nachträglich noch eingebaut.
Das Verletzungsrisiko stieg und jetzt war es an der Zeit einen Austausch vorzunehmen und gleichfalls den Trainingsraum zu modernisieren. Fünf Tage in der Woche wurde und wird dieser Trainingsraum genutzt.

Ziel war es dem Württembergischen Ringerverband aber auch dem Deutschen Ringer-Bund Lehrgänge in Aalen anbieten zu können, Stützpunkt-Training durchzuführen und internationale Elitelehrgänge zu ermöglichen.
Die neue Ausstattung bildet die Grundlage für moderne Trainingsmöglichkeiten, um dann die geforderte Leistung auch bei Turnieren abliefern zu können.

Gleichzeitig wurden im Hallenraum weitere Anpassungen vorgenommen, die den Ringern eine aufgeräumte Trainingshalle und gefahrloses Training ermöglichen.

Der Trainingsraum wurde mit hochmodernen Foeldeak-Matten ausgestattet, hierbei kamen zugelassene UWW-Mattenelemente (erfüllen die höchsten Sicherheitsstandards) zum Einsatz, diese garantieren internationalen Trainingsstandard und die Qualität sorgt für eine lange Nutzungszeit dieser, ob es wieder 20 Jahre werden, wer weiß das schon.
Die Investition wurde sicherlich zur richtigen Zeit getätigt, um auch dem Nachwuchs aber auch den Eltern ein verbindliches sichtbares Sicherheitsgefühl geben zu können.
Gleichzeitig wurden nicht nur zwei 12×12 Meter große Matten mit neuen Mattentücher verlegt, auch wurden diese Matten mit einer schwarzen hygienisch sauberen Gummimattenumrandung versehen, die zum einem dafür sorgen, dass die verlegten Matten nicht verrutschen und zum anderem den äußeren Mattenbereich auch gefahrlos ohne Schuhe begehbar machen. In dieser Randzone können Eltern oder Zuschauer ihrer Sportart vom Mattenrand aus gefahrlos zuschauen.
Der Seitenbereich ist jetzt auch für z.B. Hanteltraining nutzbar, dadurch werden die Ringermatten geschont.

Als dritten Modernisierungsbereich muss der äußere Prallschutz noch erwähnt werden. Die komplette Halle incl. den Fensterbereichen (wer die alte Ausstattung kannte – die Fenster waren mittig bis Fußboden mit massiven Gitterstreben versehen, damit niemand evtl. durch die Fenster fallen konnte) wurde jetzt bis auf Brusthöhe ebenfalls mit einem fixierten Prallschutz versehen, so dass bei den Übergängen weder Löcher noch Kannten hervortreten – ein sehr guter Schutz für jeden Ringer und jeden Alters.

„Wir haben durch die Neuausgestaltung der Trainingshalle im Ringerzentrum nicht nur eine Top-Trainingsmöglichkeit für alle Ringer in der Region geschaffen, auch die Ostalb sowie die Stadt Aalen erhalten dadurch eine sportliche Aufwertung und wir danken der Stadt Aalen für die Finanzierungsunterstützung, war dies doch Ausschlaggebend ob das Projekt Toppt oder Floppt“, so Walter Wüst und Anton Nuding im Gespräch.
Dadurch kann der Ringerverein KSV Aalen, der zurückliegend das Auf und Ab im Sportbetrieb buchstäblich hautnah erleben musste, positiv in die Zukunft schauen und sich weiter intensiv auf die Nachwuchsarbeit konzentrieren.

„Wir ringen momentan „ganz unten“, doch der Zuspruch in der letzten Zeit ist enorm gewesen. Jetzt war der richtige Zeitpunkt, dass Projekt umzusetzen. Es ist nicht immer entscheidend in welcher hohen Liga der KSV Aalen ringt, entscheidend ist wie man sich nach Außen präsentiert. Der Eine oder Andere mag das anders sehen, aber wir steigen langsam in der WRV-Liga wieder auf und zwar mit unserem eigenen Nachwuchs. Die Signalwirkung bereits bei Ankündigung der Modernisierung trug in der Hinsicht Früchte, dass wir mehr jugendliche Ringer beim KSV Aalen verzeichnen können. Mir selbst spring das Herz höher, wenn ich den neuen Trainingsraum betrete“, so Anton Nuding.

Der Leiter des Ringerzentrums Walter Wüst kannte die Firma Foeldeak als Ringsportausstatter und natürlich ist sie kein unbeschriebenes Blatt in der Ringerszene. „Für uns ist es „Die“ Firma, wenn es um Ringsport geht. Wir lernten den Chef von Foeldeak, Herrn Norbert Hörr, bei Projektbeginn kennen. Planten gemeinsam diesen Umbau und die Erfahrung von Foeldeak kam hierbei voll zum Tragen – also eine Win-Win-Situation“, so Walter Wüst.
Norbert Hörr sagte dazu: „Das ganze Projekt begann vor zwei Jahren mit ersten Entwürfen, danach wurde es ein immer runderes Projekt, bis zu dieser endgültigen Lösung, die in Folge so zwischen dem Ringerstützpunkt und durch uns als Firma umgesetzt wurde.“

Es war ein großer Aufwand die Ringerhalle leer zu räumen, aber auch wieder die neuen Utensilien einzuräumen. Dabei halfen alle Ringer des Stützpunktes, an einem Trainingsabend wurden die Matten abgebaut und rausgetragen. Von allen umliegenden Vereinen waren Sportler zur Unterstützung da, dies bestätigt den guten Zusammenhalt innerhalb der Ringercommunity. Als die Firma die neuen Matten aufbaute, wurde sie dabei von Vereinsmitgliedern des KSV Aalen unterstützt. Wer die Örtlichkeiten im Ringerzentrum kennt, der weiß um die enge Wendeltreppe, über diese mussten alle Matten per Menschenkette runter (alte Matten) und die neuen hochgetragen werden. Norbert Hörr bedankte sich ausdrücklich bei allen Beteiligten, nur so konnte der enge Zeitplan auch eingehalten werden.

Zur Statistik: es wurden 300 Umrandungsmatten je 18 kg und 144 Ringermatten je 16 kg in den Trainingsraum (2. Stockwerk) transportiert, dies fand innerhalb von 2 Stunden statt!
Für jeden der dabei war, eine sehr schwitzende Trainingseinheit, ausnahmsweise Mal ohne Ringen.

Der Chef von Foeldeak Norber Hörr, zum Ablauf einer solchen Modernisierung:
„Solche Umbaumaßnahmen führen wir immer als Projekt aus. Die Projektführung liegt in meiner Verantwortung und ist meine Leidenschaft, der Projektleiter Herr Schammbeck koordiniert mit mir zusammen die gesamte Umsetzung und wir arbeiten dabei eng zusammen.
Alle Matten haben meist Sondergrößen und werden exklusiv für das jeweilige Projekt produziert. Kein Projekt ist wie das andere. Böden, Wandeinbauten, Matten, Trainingsequipment und Ausrüstung (z.B. Turnbänke) und der Planungsablauf ist aber standardisiert.
Zu Beginn findet ein persönliches Gespräch statt und gleichzeitig schauen wir uns die Örtlichkeit (z.B. Halle) an. Wir erstellen danach umgehend einen ersten Vorschlag, was alles Ein- oder Umgebaut werden kann incl. Preisangebot. Danach findet eine Feinoptimierung statt, was kann weggelassen werden, was sollte zusätzlich aufgenommen werden.
Anschließend wird die Detailplanung per CAD-Programm vorgenommen, davor wurden alle Räume elektronisch vermessen, so dass Millimeter genau die Materialplanung stattfinden kann. Nach Auftragsbestätigung gehen wir in die Feinplanung, da werden alle Ausstattungen produziert und ein Aufbautermin festgelegt. Unsere erfahrenen Monteure bauen anschließend die Ausstattung Vor-Ort ein.
Die DNA von Foeldeak liegt klar beim Ringen, wir sind mit Leidenschaft dabei, dies zieht sich vom Mittarbeiter im Büro über Produktion und unsere Monteure bis zum Chef durch – das zeichnet Foeldeak aus.“

Der Corona-Shutdown hat die Firma Foeldeak als Trainings- und Veranstaltungsausstatter voll getroffen. Als Ausstatter für alle UWW-Qualifikationsturniere zu den Olympischen Spielen nominiert, die Verträge unterschrieben, um dann kurzfristig aus den bekannten Umständen Absagen zu erhalten. Für die Firma ein Schock und auch Panik machte sich damals in diesem Unternehmen breit.
Mittlerweile konnte die Starre überwunden werden, weil sich der Nebel der Unsicherheit lichtet und Aufträge für Turniere und Umbauten wieder erteilt werden. Insbesondere in Deutschland wurden trotz aller Widrigkeiten jetzt wieder Anfragen für regionale Projekte an die Firma herangetragen, die Dynamik Ringerstätten jetzt zu modernisieren nimmt offensichtlich gerade Fahrt auf, das Engagement einzelner Personen Ringerstätten zu modernisieren nimmt zu, nicht nur für den Sport auch für die Firma gut. Offensichtlich ist momentan Einiges mehr möglich, als vor Corona.
Folgeaufträge wie den Stützpunkt in Burghausen, mit einer neu gebauten Ringerhalle komplett auszustatten sowie in Hallbergmoos tätig zu sein, verleihen der Firma neuen Auftrieb.
Vereine ordern wieder vermehrt Ringermatten und Mattentücher – „es geht aufwärts für uns“, bestätigte Norbert Hörr.

Ähnliche Berichte

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*