Rückblick WRV-Trainerfachtagung Ende Juni in Dagersheim

Zuletzt aktualisiert am 3. Juli 2020 um 5:30

Ende Juni trafen sich alle WRV-Cheftrainer, Stützpunkt- sowie TFG-Trainer unter der Leitung vom WRV-Trainerreferenten Markus Scheibner zu der diesjährigen Fachtagung. Aus besonderem Anlass waren hierzu auch die Präsidenten des WRV geladen.

Markus Scheibner präsentierte als erstes seinen Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate und fasste die Erfolge der weiblichen und männlichen WRV-Kaderathleten zusammen. Anschließend trugen die Cheftrainer Volker Hirt (zuständig für die Stilart griechisch-römisch), Edgar Thomas (Freistil) sowie Matthias Krohlas (weibliche Jugend, Vortrag durch Markus Scheibner) ihr Jahresfazit vor.
Danach ging es mit neuen Informationen aus der Region weiter. So wurde z.B. die Neuausstattung des Landesstützpunktes in Aalen durch die Firma Foeldeak hervorgehoben.

Zu anfänglichen Irritationen führte die Bekanntgabe, dass der 32-jährige Bundeswehrringer Oliver Hassler in Freiburg zukünftig den Posten als Bundesstützpunktleiter Baden-Württemberg und Landessportdirektor innehat.
„Ein Südbadener soll am Stützpunkt Freiburg die Interessen des Württembergischen Leistungssports vertreten?“, hörte man es am Rande der Sitzung. Die Unterstützung bei der Trainer-Sitzung erhielt Oliver Hassler vom Württembergischen Verbandspräsidenten Günter Maienschein.
Er sagte hierzu: „Für den Landessportverband Baden-Württemberg gibt es keinen Landesverband Nord-, Südbaden oder Württemberg, wir werden auf dieser Ebene immer als Baden-Württemberg betrachtet und dafür wurde eine entsprechende Stelle mit Honorar hinterlegt. Für uns Württemberger ist Hassler die Schnittstelle, wenn es um Württembergischen Spitzensport geht, er ist das Bindeglied zwischen DRB-Bundestrainern und unseren Cheftrainern. Uns wird durch diese Postenbesetzung nichts weggenommen, sondern bis Dato lose Kommunikation zwischen allen Beteiligten jetzt in strukturierte Bahnen übergeben.“
Günter Maienschein forderte die Cheftrainer auf, Kontakt zu Hassler aufzunehmen.

Die Bundesstützpunkte Freiburg und Heidelberg werden demnächst noch personell aufgestockt in Form von hauptamtlichen Trainern, der WRV muss ohne hauptamtliche Trainer auskommen. Deshalb ist es für ihn besonders wichtig, dass der WRV-Landesstützpunkt in Aalen nicht vergessen wird und im Konstrukt „Ringen in Baden-Württemberg“ seinen Platz behauptet.
Günter Maienschein bekräftigte die Standorte Aalen sowie die Sportschule Ruit (nahe Stuttgart) weiter aufwerten zu wollen.

Die Kaderregulierung stand als nächster TOP auf der Tagesordnung, die Cheftrainer entschieden sich aber dazu, momentan daran nichts zu verändern, sondern dies erst Ende des Jahres nochmals als Themenpunkt aufzunehmen.
Weil alle Vorbereitungslehrgänge und angesetzten Turniere die letzten 4 Monate ausgefallen sind, stand auch der Jahresplan 2021 jetzt schon auf der Agende.
„Die Anfragen an entsprechende Vereine laufen gerade“, wir fordern aber alle Interessierte auf, sich bei uns zu melden“, so Matthias Thimm (Vizepräsident Sport).

Die Stärkung der Talentfördergruppen (TFG) und der Stützpunkte waren im Anschluss Thema. Es wurde ein Dialog zwischen den Ringereltern und den TFG-Trainern festgelegt – noch vor den Ferien, um das weitere Vorgehen nach den Ferien abzustimmen und den Eltern Planungssicherheit geben zu können.

Weitere Themenpunkte waren z.B.:

  • Traineraufgaben beim zukünftigen Training (Einhaltung der Kommunen-Anordnungen und WRV-Covid19-Vorgaben)
  • Wie wird mit ausländischen Ligen-Ringern umgegangen Betreff Quarantäne?
  • Im Stützpunkt trainieren momentan nur WRV-Kaderathleten, was ist mit Sparringpartnern die keine Kaderathleten sind?
  • Terminierung nächster Lehrgänge (Kader, Jugendliche)

Erfreulich für alle Beteiligten war die Zusage des Sportbekleidungsausstatters ERIMA, auch Zukünftig dem WRV treu zu bleiben. Dies spiegelte sich darin wieder, dass an diesem Tag die neue ERIMA-Trainingskaderbekleidung verteilt werden konnte.

Die Kostenübernahme der jährlich anstehenden Sportmedizinischen Untersuchung der WRV-Athleten führte dann noch einmal zu einer hitzigen Diskussion.
Die Frage lautete: Soll der Verband die Kosten der Untersuchung auch für Kaderathleten, die nicht Elite sind, übernehmen? Die Kosten für den einzelnen Athleten belaufen sich im Durchschnitt auf rund 250,00 € bei einer Volluntersuchung. Der Verband entschied sich dagegen. Günter Prexl (Vizepräsident Verwaltung) hierzu: „Ringer sollten sich bei ihrer Kranken-Kasse nach Zuschüssen für eine Sportmedizinische Untersuchung erkundigen, da einige dieser Kosten anteilig übernommen werden.“

Nach fünf Stunden Sitzung waren alle Tagesordnungspunkte durch die 19 Teilnehmer abgearbeitet und die Sitzung wurde beendet.

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