Interview mit Volker Hirt / WRV-Cheftrainer Greco

Wie kommunizierst du mit den Ringern oder anderen Trainer?

Volker: Ich tausche mich mit den Bundestrainern rege aus, über Lage und weiteres Vorgehen in dieser Krise. Bei den Greco Kader-Ringern sieht es etwas anders aus. Hier bin ich nicht mit allen in Kontakt, einige suchen das Gespräch – bei anderen ist es doch eher sehr ruhig.

Anstehende internationale Turniere, sind die WRV-Ringer dafür vorbereitet?

Volker: Ich habe mir schon intensiv Gedanken darüber gemacht, wie wir die Situation vernünftig Händeln können. Gut würde ich es finden, wenn es international dieses Jahr doch noch Kämpfe stattfinden würden, vielleicht könnten wir noch davor eine Deutsche Meisterschaft durchführen. Wir hatten ja das Glück bis auf die Männermeisterschaft alle Württembergischen Meisterschaften auszurichten und dadurch habe ich den entsprechenden Leistungsüberblick über unsere Ringer erhalten.

Die Ringer der Altersklasse Männer sind soweit gesetzt, auch ohne Württembergische Ausscheidungskämpfe. Ich bin mit allen Vereinstrainern in ständigem Kontakt, um unsere Nominierungen abzusprechen. Trotzdem wird es egal wie, davor eine Sichtung im Rahmen eines Vorbereitungslehrganges oder in einer anderen Art und Weise geben. Eine weitere Sichtung im Rahmen einer Maßnahme im Stützpunkt Aalen ist sicherlich dann noch angebracht.

Die Bundesliga soll im Oktober wieder starten, davor evtl. noch Deutsche Meisterschaften, für dich realistisch?

Volker: Warum nicht, mit all den Problemen die absehbar sind (keine Halle, keine Hotels), dieses Jahr ist alles anders. Ich würde es schade finden, wenn wir es 2020 nicht noch hinbekommen, vielleicht der Pandemie geschuldete abgewandelt Deutsche Meisterschaften doch durchzuführen. Denn es gibt Athleten/-innen die z.B. im letzten Kadettenjahr sind und sich dann nicht mehr mit einem DM-Sieg aus der Altersklasse verabschieden könnten.

Stehen Dir alle nominierten Athleten zur Verfügung für eine evtl. stattfindende verspätete Deutsche Meisterschaft?

Volker: Ich gehe davon aus, dass mir die bereits jetzt nominierten WRV-Athleten hierfür zur Verfügung stehen würden, es hat sich bis jetzt kein Kaderathlet bei mir vom Ringsport abgemeldet.

Die Athleten, die hinter dem Sport stehen trainieren weiter, siehe Instagram und Facebook. Die Topathleten des WRV wie beispielsweise Frank Stäbler, Eduard Popp, Jello Krahmer, Lucas Lazogianis und Ilja Klasner trainieren im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu Hause. Man kann ohne Matte seine körperliche Fitness aufrechterhalten. Defizite im Grundlagenbereich kann jetzt und sollte jeder jetzt aufholen.

Was soll ein Nachwuchsringer jetzt trainieren?

Volker: Zum einem steht als erstes jedem Athleten sein Trainer zur Seite, der ihn berät und konditioniert. Aber auch ich als Landestrainer stehe immer beratenden zur Verfügung. Hierbei liegt es am Sportler diese Möglichkeiten auch zu nutzen (Holschuld). Meine Empfehlung an jeden Ringer, sein Grundlagentrainings zu intensivieren, also durch Ausdauer- und Krafttraining sich zu optimieren. Hat der Athlet Gewichtsscheiben zur Hand, dann kann er damit trainieren, wenn nicht dann den eigenen Körper als Wiederstand nutzen. Intervall- oder Sprintläufe sind draußen möglich. Fahrradfahren oder Mountainbike geht auch immer.

Welche Empfehlung hast Du für die richtige Ernährung?

Volker: Wenn die Möglichkeit besteht sollte jeder immer zu Frischeprodukten greifen, wieder mal selbst kochen ist angesagt, einige haben momentan die Zeit dafür, was im normalen Alltag eher nicht möglich wäre. Verzicht auf Pizza oder Fertigprodukte, sind diese doch so einfach zu erhalten. Und auch eine gewisse Essenregelmäßigkeit, also jetzt erst recht bewusster und zielgerichteter essen.

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