Europameisterschaft der Männer und Frauen vom 9.-17.2.2020 in Rom/Ostia (ITA)

Medaillengewinner, v.l. Gold Frank Stäbler, Bronze Jello Krahmer (Foto: Jörg Richter)

Rom/Ostia – Bei den Europameisterschaften der Ringer vom 10. bis 16. Februar 2020 in Rom (ITA) erkämpften die Athleten aus Württemberg gleich zwei Medaillen. Gold holte der Musberger Frank Stäbler, Bronze ging an Jello Krahmer vom ASV Schorndorf.
Es war ein echter Heimauftritt für Frank Stäbler bei den Europameisterschaften der Ringer in Rom/Ostia, der dreifache Weltmeister gewann das Finale gegen Iuri Lomadze überlegen mit 6:2 Punkten und sicherte sich damit seinen insgesamt 5. internationalen Titel, nachdem er 2012 in Belgrad (SRB) schon einmal Europameister war.
Angetrieben von etwa 80 mitgereisten deutschen Fans entfachte Stäbler ein Feuerwerk, bei dem der Georgier im Finalduell nicht mithalten konnte. Erst als eine Minute vor Kampfende eine der beiden Punkttafeln ausfiel, erholte sich Lomadze vom Ansturm Stäbler etwas.  Doch der Sportsoldat der Bundeswehr Sportfördergruppe Bruchsal verwaltete den Vorsprung sicher und holte den Titel, den er nach dem Kampf gleich mit in die Menge seiner Fans nahm, um mit Freunden und Familie ausgelassen zu feiern.
Am Vortag hatte Frank Stäbler den Einzug ins Finale mit souveränen Erfolgen geschafft, im Achtelfinale gewann Stäbler gegen Anatolie Popow (MDA) mit 8:0 und wieß dann im Viertelfinale auch Ulvu Ganizade (AZE) mit dem gleichen Ergebnis vorzeitig durch technische Überlegenheit in die Schranken.  Auch der Europameister von 2018, Adam Kurak (RUS) konnte den dreifachen Weltmeister aus Musberg nicht stoppen, Stäbler fegte den russischen Spitzenringer im Halbfinale, mit 11:1 regelrecht von der Matte.
Im Finale warf Stäbler dann ebenfalls die Maschinen an, drängte Lomadze von Begin an in die Defensive und holte sich einen weiteren Titel in seiner langen Laufbahn, die nach Olympia 2020 in Tokio zu Ende gehen soll.
Aus dem frischgebackenen Europameister sprudelte es förmlich heraus; „… bombastisch, hammermäßig, unglaublich, mir gehen die Superlative aus, ich bin so glücklich neben drei Weltmeistertiteln nun der zweite Europameistertitel, es hat alles gepasst“. Das Geheimnis des Erfolgs: „… das ist die grüne Wand, meine Fans allesamt mit grünen Trikots, die zu mir stehen, meine Familie, Freunde und das Trainerteam“.
Der Blick Stäblers geht jedoch auch schon nach Tokio zu den Olympischen Spielen, wo es möglichst Gold werden soll; „Das ist dann ein neues Spiel mit neuen Regeln und anderer Gewichtsklasse, aber der Zug rollt, ich bin motiviert“.
Eine Medaille hatte das deutsche Griechisch-Römisch-Team bereits zu diesem Zeitpunkt erobert, Jello Krahmer (130 kg/ASV Schorndorf) holte nach einem schweren Arbeitssieg gegen den U-23-Weltmeister des Vorjahres, Arvi Savolainen (FIN) die Bronzemetaille- und damit das erste Edelmetall dieser Europameisterschaft für Deutschland.
Der DRB-Schwergewichtler bezwang am Vortag im Achtelfinale Romas Fridrikas (LTU) mit 3:2 Punkten, wurde dann jedoch im Viertelfinalkampf vom Georgier Levan Arabuli mit 0:9, noch in der ersten Runde der Begegnung ausgepunktet. Der stark auftrumpfende Arabuli kämpfte sich am Abend ins Finale und öffnete damit dem deutschen Ringer den Weg in die Hoffnungsrunde. Dort bezwang Jello Krahmer den Italiener El Mahdi Roccaro souverän mit 9:0 und schob sich damit ins kleine Finale um Bronze.
Für den Schwergewichtler vom ASV Schorndorf ist es die zweite, internationale Meisterschaftsmedaille nach 2017 in Novi Sad (SRB), wo er Weltmeisterschaftsbronze gewann – damals noch in der Altersklasse der U-23.

Freistilspezialist Kevin Henkel (70 kg/TSV Dewangen) ging an den letzten Wettkampftagen in Ostia auf die Matte, er unterlag im Auftaktduell gegen Mihail Georgiew (BUL) und schied aus, da der Bulgare das Halbfinale- und damit auch das Finale verfehlte.

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