WRV Verbandstag

Zuletzt aktualisiert am 20. Juli 2019 um 11:37

Anfang Juli fand der diesjährige Verbandstag des Württembergischen Ringerverbandes statt. Die 59 WRV-Vereine entsendeten ihre Vertreter nach Ruit/Stuttgart. Der Präsident Günter Maienschein eröffnete das Treffen und ging auf die stabile Vereinsanzahl und Mitgliederanzahl ein. Gern hätte er es gesehen, wenn sich die Mitgliederzahl auf die magischen 10.000 erhöht hätte, „…aber realistisch betrachtet, ist diese wohl nicht zu erreichen…“ so Günter Maienschein, da seit mehreren Jahren die Mitgliederzahl stabil darunter liegt.

Die einzelnen Referenten trugen ihre Berichte vor und rekapitulierten darin noch einmal das vergangene Ringerjahr. Die erfolgreichsten Ringer wie Frank Stäbler, Eduard Popp, Kevin Henkel und Sandra Paruszewski wurden gewürdigt, aber auch der Juniorenbereich mit Leon Gerstenberger, Niko Papadopoulos und Lukas Lazogianis blieben nicht unerwähnt.

Mit 39 errungenen Medaillen (DM 2019), davon 27 im griechisch-römischen Stil „…braucht sich der WRV hinter niemandem zu verstecken…“ so Matthias Thimm (Vizepräsident Sport). Der WRV belegte dadurch den dritten Platz im Medaillenspiegel der Landesverbände.

„…Der Haushalt ist ausgewogen, obwohl 2019 mehrere große Ausgaben anstehen…wir investieren in die Zukunft, mit einer neuen Matten in der Sportschule Ruit, Modernisierung des Aalener Stützpunktes und Einführung einer cloudbasierten Verbandsverwaltungssoftware…“ so Vize Günter Prexl, der als langjähriger Präsident Verwaltung für alle finanziellen Belange des WRV zuständig ist.

Die Abwerbung und der damit verbundene Verlust von eigenen Ringern beschäftigte die Vereine. Mit diesem Thema wurden einige Vereinsanträge zum Verbandstag eingereicht, die Vereine wollen eine „Ausbildungsablöse“ haben, ähnlich wie im Fußball. Darüber wurde heftig diskutiert, wie genau dies ablaufen soll, welche Höhe die Ablöse haben soll und wer zahlen muss. So stellte sich in der Diskussion als Problem heraus, wer ist denn wirklich der „Ausbildungsverein“? Dieses Thema ist so komplex, dass man sich hierzu mit anderen Verbänden beraten will und dann einen konkreten Vorschlag an den DRB richten möchte, so das Fazit der Diskussion.

Wir haben zu wenig Kampfrichter! Dieser Satz ist sicherlich in allen Landesverbänden bekannt. Ein Generalrezept für die Generierung weiterer Kampfrichter gibt es hierfür nicht, aber alle im Ringsport beteiligten sind aufgerufen, Kampfrichternachwuchs zu betreiben. Manuel Senn hob dies als Kampfrichter-Referent nochmals hervor. Bereits in den zurückliegenden Ligen-Kämpfen, mussten Kampfrichter an einem Abend mehrere Mannschaftskämpfe pfeifen, die Entscheidungs-Qualität wird dadurch sicherlich nicht besser, wie ein Kampfrichter eine Kampfsituation bewertet. Und der Unmut der dann anwesenden Zuschauer ist gewiss.

Erfreulich, dass sich das ganze Präsidium wieder zur Wahl stellte. Bis auf den Posten des Rechtsausschuss II wurden alle Präsidiumsmitglieder in ihren Ämtern wiedergewählt. Der Rechtsausschuss II wird zukünftig von Maximilian Heneka geleitet. „Willkommen im WRV-Team“!

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