Wettkampf auf hohem Niveau

25. Großer Preis von Baden-Württemberg erfolgreich absolviert

Zuletzt aktualisiert am 6. Juli 2019 um 7:34

Sehenswerten Ringkampfsport bekamen die Zuschauer geboten, die sich vergangenen Samstag trotz der hochsommerlichen Temperaturen in die Baienfurter Sporthalle begeben hatten. Einmal mehr haben die Ausrichter der KG Baienfurt-Ravensburg-Vogt die organisatorischen Herausforderungen gestemmt, die auch bei der 25. Auflage des internationalen Großen Preis von Baden-Württemberg zu bewältigen waren.

Als am frühen Abend gegen 17 Uhr 30 die letzte Partie per Schlussgong endete, waren exakt 229 Kämpfe über die Bühne gegangen. In der abschließenden Begegnung bestritten Philipp Vanek (SV Johannis 07 Nürnberg) und Malte Ziegler (TSV Ehningen) das Finale der 97 kg-Klasse, Griechisch-römisch, wobei sich der Nürnberger mit 8 : 3 durchsetzte. Für Ehningen war es die einzige Platzierung des Wettkampftages; bei den fränkischen Vertretern der II. Bundesliga Süd kamen noch ein Silberrang und ein vierter Platz hinzu.

Betreffend die Vereinswertung spielten beide Mannschaften freilich kaum eine Rolle; in diesem Klassement behaupteten sich fünf ausländische Staffeln unter den ersten zehn. An der Spitze vollzog sich ein Wechsel vom letztjährigen Pokalgewinner RC Willisau (Schweiz) zum neuen österreichischen Titelträger AC Hörbranz (26 Punkte). Von elf Teilnehmern brachten die Vorarlberger zehn im Platzierungsbereich unter. Stefan Huster errang dabei in der 125 kg-Klasse Freistil den Turniersieg. Die nunmehr mit 20 Zählern zweitplatzierten Schweizer glänzten durch Timon Zeder (61 kg, Freistil) und Michael Portmann (72 kg, Greco) zwei Mal mit Einzeltiteln. Dritte und damit bester deutscher Verein wurde die RG Waldkirch-Kollnau (16 Punkte) aus dem Elztal im mittleren Schwarzwald. Sehr eng ging es auf den folgenden drei Rängen zu, da die platzierten Vereine alle 15 Punkte aufwiesen. Wegen zwei Einzeltiteln gegenüber nur einem Turniersieg behauptete sich der ASV Nendingen vor den heimischen KGlern, die damit einen respektablen Turniererfolg aufwiesen. Weder einen Gold- noch einen Silberplatz benötigte die RR Tuggen (Schweiz), um bei ebenfalls 15 Zählern noch den sechsten Platz einzunehmen.

Insgesamt wussten die knapp 130 Teilnehmer mit sportlichem Können zu überzeugen. Vor allem die Finalbegegnungen zogen die Zuschauer in ihren Bann und bargen mitunter Zündstoff. So in der Finalbegegnung der 74 kg- Klasse Freistil, die von den Brüdern Stefan und Marcel Käppeler (KSV Taisersdorf) bestritten wurde. Beide hatten in den Vorkämpfen ihren jeweiligen Pool beherrscht, bevor sie im Duell um den Goldpokal aufeinandertrafen. Nach Runde eins lag Marcel gegen seinen älteren Bruder mit 6 : 3 vorn, doch dann gewann der auch auf Grund seiner Zweitliga-Erfahrung (beim ASV Urloffen) die Oberhand und mit 16 : 6 überlegen den Titel. In dieser Kategorie setzte sich mit Heshmat Akbari ein Achringer per Schultersieg über Marian Rall (KSV Winzeln) um die Bronzemedaille durch.

Den einzigen Turniererfolg für die heimischen KGler steuerte Patrick Sorg bei. Zwei überlegene Poolsiege hatten ihn ins Finale der 67 kg-Kategorie (Greco) gebracht, wo er mit 5 : 0 in Führung lag, als sein Kontrahent  Baris Diksu (ASV Nendingen) sich bei der Abwehr eines Durchdrehers an der Schulter verletzte und aufgab. Lukas Bucks Kampf in dieser Klasse um Platz fünf endete gegen Khamzat Termarbulatov (StTV Singen) mit einer Niederlage und somit dem sechsten Rang. Sein Bruder Moritz Buck erkämpfte nach drei Erfolgen die Silbermedaille der 61 kg-Klasse, Freistil.

Text und Fotos: Henry Stärk

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