DM Freistil in Riegelsberg / Württemberger Frauen überzeugen, Männer bleiben weit hinter den Erwartungen zurück

Die Deutschen Meisterschaften im Freistil sind zu Ende. Der Saarländische KV Riegelsberg hat ein Erfolgreiches Turnier im Auftrag des Deutschen Ringerbundes ausgerichtet. 159 Athleten gingen an den Start, davon 42 Frauen und 112 Männer.

Es war schon eine kleine Herausforderung für den KV in der doch nicht gerade großen Riegelsberghalle eine Deutsche Meisterschaft mit zwei 12m² großen Ringermatten, DRB-Tribüne, Sportler-, Landesverbands-, Presse- und Zuschauerbereich aufzubauen.

Erfreulich war, dass wieder eine DM von zahlreichen Ringen-Interessierten besucht wurde, davon zeugte der über beide Tage immer sehr volle Zuschauerbereich. Sicherlich begeisterte auch das neue DRB-Veranstaltungskonzept, das schon lange gefordert und zu dieser Meisterschaft endlich umgesetzt wurde.

Was neu war? Die Frauen starteten jetzt erst am Samstagmorgen mit den Männern zusammen, alle Nordischen Kämpfe wurden am Samstag fertig gerungen und Frauen und Männer bestritten ihre Finalkämpfe gemeinsam am Sonntagvormittag.

Gab es einen Nachteil dieser Veränderung? Ja, am Sonntag musste länger gerungen werden durch die größere Anzahl an Finalkämpfen. Viele Landesverbandsfunktionäre und die Presse war darauf nicht eingestellt und bei den letzten Siegerehrungen wurde es etwas hektisch, ABER die Anpassungen waren die richtige Entscheidung, dies wertet die Veranstaltung auf und die Zuschauer sehen in kürzerer Zeit mehr Kämpfe.

Natürlich waren Vertreter aus Politik und Sport ebenfalls anwesend. So verfolgte Uschi Schmitz, die Vizepräsidentin Leistungssport im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) an beiden Tagen das ringerische Geschehen auf der Matte. Riegelsberger Bürgermeister Klaus Häusler und der Saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) begrüßten alle Angereisten am Samstagmorgen. Günter Maienschein (Vize-Präsident Sport) eröffnete die DM im Auftrag des DRB.

Überraschend war, dass die „Oldies“ es sich nehmen ließen, wieder an der Männermeisterschaft anzutreten. So startete in 79 kg Gewichtsklasse Martin Obst (1. Luckenwalder SC / 33 Jahre)) und wurde mit einer Goldmedaille belohnt. Sein Vereinskollege Lennard Wickel (28 Jahre) trat ebenfalls wieder an und holte sich die Bronzemedaille in 74 kg.

Standing Ovation für Andriy Shyyka (KSV Köllerbach) – der 39-jährige angetreten in der 74 kg Gewichtsklasse, beendete seine DM-Ringerkarriere mit einer Goldmedaille und wurde mit stehenden Zuschauerklatschen verabschiedet.

Aus WRV-Sicht

Bei den Frauen erkämpfte sich Sandra Paruszewski (AV Sulgen) im Nordischem Turnier Silber in der 57 kg Gewichtsklasse, nachdem sie in ihrem ersten Kampf gegen Elena Brugger (TuS Adelhausen) nach Punkten mit 3:1 verlor.

In 50 kg kämpfte sich Maren Vornberger (AC Röhlingen) auf den dritten Platz. Von ihren drei Kämpfen verlor sie nur gegen Lisa Ersel (SV Berlin) mit TÜ 0:12.

Die Männer blieben hinter den Erwartungen weit zurück. Obwohl mit 14 Ringern angereist, überzeugte nur Andre Timofeev (VfL Neckargartach) in 92 kg und wurde mit einer Bronzemedaille belohnt. Weder Leon Gerstenberger (65 kg / AB Wurmlingen), Kevin Henkel (70 kg / TSV Dewangen) noch Beat Schaible vom KSV Neckarweihingen in der 79 kg Gewichtsklasse eingesetzt erfüllten die Medaillenhoffnungen des WRV.

In der Länderwertung der Frauen verpasste der WRV mit dem vierten Platz knapp das Podest-Treppchen. Gold für Südbaden mit sieben Teilnehmerrinnen, gefolgt von Brandenburg mit fünf und Bayern mit drei Sportlerinnen.

Der siebte Platz für Württemberg bei der Länderwertung der Männer. Bayern mit 14 Ringern angetreten war der erfolgreichste Verband, gefolgt von dem Saarland (15 Athleten) und Südbaden mit 14 Sportlern.

Am kommenden Wochenende findet die Deutsche Meisterschaft der Männer im griechisch-römischen Stil in Kaufbeuren statt.

WRV-Ergebnisse:

Platz GK Geschlecht Name Verein
3 50 kg Frauen Maren Vornberger AC Röhlingen
5 50 kg Frauen Vanessa Hartl TSV Meimsheim
2 57 kg Frauen Sandra Paruszewski AV Germania Sulgen
9 62 kg Frauen Sarah Knödler SC Korb
4 76 kg Frauen Selina Wühr TV Faurndau
6 76 kg Frauen Johanna Schumann VfL Neckargartach
8 61 kg Männer Leon Liedgens AB Aichhalden
7 65 kg Männer Leon Gerstenberger AB Wurmlingen
12 65 kg Männer Erik Schweter KSV Unterelchingen
8 70 kg Männer Marco Eckl AV Germania Sulgen
9 70 kg Männer Alexander Jakob VfL Neckargartach
10 70 kg Männer Kevin Henkel TSV Dewangen
12 70 kg Männer Adrian Rubach KSV Trossingen
18 70 kg Männer Andre Wuchenauer KSV Unterelchingen
9 74 kg Männer Denis Rubach KSV Trossingen
8 79 kg Männer Beat Schaible KSV Neckarweihingen
11 79 kg Männer Pius Moosmann AB Aichhalden
13 79 kg Männer Christian Maier VfL Neckargartach
9 86 kg Männer Marcel Flick RSV Benningen
3 92 kg Männer Andre Timofeev VfL Neckargartach

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