Ein kleiner geschichtlicher Rückblick

Der Württembergische Ringerverband e. V. (WRV) wurde als Rechtsnachfolger des Württembergischen Kraftsportverbandes am 05.01.1974 im Vereinsheim der TSVgg Stuttgart-Münster gegründet. Von den damals 73 Mitgliedsvereinen waren 72 anwesend und wählten folgendes Präsidium:

1. Vorsitzender Helmuth Pauli (Tuttlingen)
2. Vorsitzender und Geschäftsführer Dieter Beuter (Stuttgart)
Kassierer Erwin Schweizer (Stuttgart)
Sportwart Erich Diefenbach (Ludwigsburg-Oßweil)
Jugendleiter Heinz Krebs (Heilbronn-Böckingen)
Kampfrichterobmann Werner Schuster (Stuttgart)
Pressewart und Schriftführer Rolf Forner (Königsbronn)
Rechtsausschuss I Georg Grehmann (Schwäbisch Hall)
Rechtsausschuss II Benno Kolb (Aalen)

In der weiteren Folge übernahmen Dieter Beuter, und Rainer Müller das Amt des WRV Präsidenten. Seit 2005 hat Günter Maienschein das höchste Amt im WRV inne. Der Sitz des WRV ist Esslingen (Amtsgericht Esslingen VR-1688).

Der WRV ist gemeinnützig und hat sich die Förderung des Ringkampfsports zum Ziel gesetzt. Er ist dabei politisch, weltanschaulich und religiös neutral. Er wirkt hinsichtlich der Volkszugehörigkeit seiner Mitglieder integrativ und tritt rassistischen, verfassungs und fremdenfeindlichen Bestrebungen und anderen diskriminierenden oder menschenverachtenden Verhaltensweisen entschieden entgegen.
  • Für den WRV ist die Verwirklichung der Gleichstellung von Frauen und Männern und die Herstellung von Chancengleichheit von Frauen und Männern ständige Aufgabe und Verpflichtung. Zur Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern ist bei allen Entscheidungen die jeweilige spezifische Situation von Frauen und Männern im WRV zu achten. Jedes Amt im WRV ist Frauen und Männern zugänglich. Satzung, Ordnungen und Bestimmungen des WRV gelten in ihrer sprachlichen Fassung für Frauen und Männer gleichermaßen.
  • Der WRV unterstützt und fördert die Grundsätze der Olympischen Charta.

  • Der WRV will durch seine Tätigkeit der Gesundheit der Bevölkerung dienen, weshalb er sich auch dem Doping-Verbot des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), der World-Anti-Doping Agency (WADA), des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), der Nationalen Anti-Doping Agentur Deutschland (NADA) und des Internationalen Ringer-Verbandes (FILA) anschließt.

  • Der WRV ist Mitglied im Württembergischen Landessportbund e. V. (WLSB), im Landessportverband Baden-Württemberg e. V. (LSV) und beim Deutschen Ringer-Bund e. V. (DRB).

Die satzungsmäßigen Aufgaben des WRV sind:

  • Aus- und Fortbildung von Mitarbeitern/innen und Übungsleitern/innen, soweit dies nicht vom DRB wahrgenommen wird.

  • Förderung und Pflege der Jugendarbeit.
  • Vertretung des deutschen Ringkampfsports im Verbandsgebiet und Regelung aller damit in Zusammenhang stehenden Fragen zum gemeinsamen Wohl aller Mitglieder auf der Grundlage echten Sportgeistes.
  • Ansetzung der Rundenkämpfe im Verbandsbereich, soweit dies nicht von den Bezirken wahrgenommen wird. Festlegung der Termine für die Aufstiegskämpfe im Verbandsbereich.
  • Durchführung der Württ. Einzelmeisterschaften der Jugend (männlich und weiblich), Junioren, Juniorinnen, Männer und Frauen sowie der Württ. Mannschaftsmeisterschaften der Jugend.
  • Wahrnehmung der Deutschen Einzelmeisterschaften der Jugend (männlich und weiblich), Junioren, Juniorinnen, Männer und Frauen sowie der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend.
  • Durchführung von Vergleichs- und Länderkämpfen.
  • Schulung der Spitzenkönner/innen, soweit dies nicht durch den DRB erfolgt.
  • Koordinierung der Aufgaben zwischen dem DRB, anderen Landesverbänden, dem WRV und dessen Vereinen, Abteilungen und Mitgliedern, soweit dies nicht direkt durch den DRB erfolgt (z. B. Bundesliga I und II).

Innerhalb des DRB gehört der WRV mit knapp 9.000 Mitgliedern in zurzeit  65 Vereinen zu den größten Landesverbänden.

Mit DRB-Vizepräsident Günter Maienschein, und DRB Kampfrichterreferent Antonio Silvestri ist der WRV auch im Präsidium des DRB sehr stark vertreten.

Das Verbandsgebiet des WRV erstreckt sich auf das Land Württemberg-Hohenzollern in den Grenzen von 1972 und ist in die vier Bezirke Stuttgart (I), Unterland (II), Ostalb/Rems/Fils (III) und Schwarzwald/Alb/Bodensee (IV) unterteilt. Es liegt damit ganz grob innerhalb folgender Randpunkte: Friedrichshafen, Tuttlingen, Schwenningen, Schramberg, Stuttgart, Heilbronn, Möckmühl, Schwäbisch Hall, Aalen, Ulm und Ravensburg. Mit dem ASV Bellenberg und dem KSV Unterelchingen gehören auch zwei Vereine, die in Bayern beheimatet sind, zu den Mitgliedsvereinen des WRV.

Der älteste Verein ist der Kraftsportverein Stuttgart (1895), aber auch der Athletenbund Germania Schramberg (1896), der Athletiksportverein Schwäbisch Hall (1896), die Athletik-Sport-Vereinigung Tuttlingen (1897), die Athletenvereinigung Schwenningen (1898) wurden bereits vor 1900 gegründet.

Der erfolgreichste Verein ist aber der KSV Aalen, der 2002 zum insgesamt achten Mal und seit 1997 zum sechsten Mal in Folge Deutscher Meister wurde.

Neben unzähligen Titeln eines Deutschen Meisters sind folgende internationale Erfolge von Sportlern des WRV besonders erwähnenswert:
Fritz Stange (Stuttgart) 1966 Europa- und Weltmeister, Roland Bock (Tuttlingen) 1970 Europameister, Andreas Schröder (Aalen) 1991 Europa- und Weltmeister, 1992 Europameister sowie Sarah Ehinger (Baienfurt) 2000 Europa- und Weltmeisterin der Juniorinnen.
Der erfolgreichste Sportler auf lange Zeit wird aber Thomas Zander (Aalen) bleiben. Er wurde 1990, 1992, 1993 und 1994 Europameister, 1994 Weltmeister und holte bei den Olympischen Spielen in Athen die Silbermedaille.
Ebenfalls eine herausragende Leistung stellen die vier Olympiateilnahmen von Werner Schuster (Stuttgart) als Kampfrichter dar.

Mit der Ausrichtung der Europameisterschaften im Freien Stil 1991 in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle erlebte der WRV sicherlich seinen sportpolitischen Höhenpunkt. Wobei hier der Anteil des sportbegeisterten Stuttgarter Publikums nicht unerwähnt bleiben soll.

Das aktuelle Präsidium des WRV kann hier eingesehen werden. 

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