Plakat DM 2018 weibliche JugendEin historisches Wettkampfwochenende erlebten die Ringerinnen vom SC Korb bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Warnemünde. Mit dem Titelgewinn als Debütantin sorgte Frida Orfila Nülle für einen Paukenschlag in der neu geschaffenen Altersklasse „Schoolgirls“. Der erste Titelgewinn für eine Korber Ringerin. Nicht minder strahlen konnte Mia Oswald, die mit der Silbermedaille bei den Kadettinnen ihre sportlichen Ambitionen endlich auch mit Edelmetall untermauern konnte.

Aufgrund der Vorleistungen durfte man bei den Lady Lions zwar auf ein erfolgreiches Abschneiden spekulieren, nun haben die jungen Ringerdamen tatsächlich jeweils einen perfekten Wettkampf abgeliefert. Davor muss man den Hut ziehen, den zweifelsohne der Erfolgscoach Matthias Krohlas auf hat.
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Hektik kam aber zunächst am Anreisetag auf. Früh morgens wurde der Flug nach Hamburg abgesagt. Alternativ musste nun die lange Fahrt an die Ostseeküste mit dem Auto angetreten werden. Dort angekommen gab es nur einen kurzen Blick auf Strand und Meer gegenüber der Sporthalle. Alle Konzentration galt den Titelkämpfen. Dann das bange Warten nach dem Abwiegen auf die Auslosung. Für Debütantin Frida Ofila Nülle alles neu und aufregend für Mia Oswald alles kalter Kaffee bei der vierten DM-Teilnahme. Ein kleines Lächeln huschte über ihr Gesicht beim Aushang der Turnierlisten. Auf die Turnierfavoritin  Josefine Purschke (SV Warnemünde) konnte man erst in einem der Finalkämpfe treffen.

Für Frida Orfila Nülle ist der DM-Titel eine Erfolgsgeschichte im Schnelldurchlauf. Erst drei Jahre auf der Matte und nun schon Deutsche Meisterin in der 58 kg-Klasse der Schoolgirls (Jahrgang 2004 und 2005). Da steckt viel Talent drin. Vier Siege standen am Ende auf der Habenseite. Im Finale gegen Emily Weiß (KSV Witten) wurde es nach deutlicher Führung nur kurz am Ende brenzlig. Mit dem 8:2 Punktsieg stand eine eindeutige und überglückliche Siegerin fest. Für den Verein ein historischer Moment, war es doch trotz bereits vieler Erfolge der erste Titelgewinn einer Ringerin vom SC Korb.

Man konnte es in den Augen lesen, was da in einer jungen Sportlerin vorgeht. Mia Oswald hatte trotz viel Fleiß und zweifelsohne auch viel Talent bei den Deutschen Meisterschaften bisher eine eher glücklose Rolle gespielt. Im vierten Anlauf durfte die 15-jährige nun den verdienten Lohn abholen. Disziplin beim Ernährungs- und Trainingsplan haben sich ausgezahlt. In den fünf Vergleichen bis zum Finale der 53 kg-Kategorie der Kadettinnen wurde Mia Oswald nur einmal richtig gefordert, als der Sieg gegen Helene Kluge (RSV Benningen) erst nach Ablauf der Kampfzeit mit 4:1 Punkten feststand.

Zusammen mit ihrer Vereinskameradin durfte sie dann am frühen Abend den Einmarsch der Finalteilnehmerinnen genießen. Gegen die Titelverteidigerin Josefine Purschke (Warnemünde) roch es  Mitte der zweiten Halbzeit nach einer Sensation. Die Folgeaktion führte jedoch zu einer bitteren Schulterniederlage. Die Tränen musste natürlich erst einmal fließen, bevor die Freude über den Erfolg zum Vorschein kam.

Ihr Weg für 2019 ist nun vorgezeichnet. Da finden die Deutschen Meisterschaften in Berlin statt, just in der Halle wo ihr Bruder Tim vor vier Jahren den Titel gewonnen hatte. Und natürlich geht da auch wieder Frida Orfila Nülle mit an den Start.
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