bundesliga endrundeValdez BA 02Weingarten – Der SV Germania Weingarten hat den Final-Hinkampf gegen den KSV Ispringen mit 13:9 gewonnen und damit die Türe zum Titelgewinn, vor dem Rückkampf am kommenden Samstag einen kleinen Spalt aufgestoßen. 
Harth-Kaufmehl-03 Hassler-Pokal Ispringen-Weingarten-gemeinsam
    „Wir hatten uns einen etwas größeren Vorsprung gewünscht- und der war ja auch drin“, gingen aus Sicht von Weingartens Vorsitzenden Ralph Oberacker nicht alle Erwartungen auf. Ispringen hielt ordentlich dagegen, während Weingarten in den ersten Kämpfen gleich mehrere Punkte liegen ließ. So führte Vladimir Egorov (57 kg/FR) gleich im ersten Duell mit 4:0, als Ispringens Routinier Marcel Ewald mit einem Wurf noch bis auf 4:5 heran kam und nur einen Mannschaftspunkt für Weingarten zuließ. Im Schwergewichtskampf dann gar die Führung für die Gäste, der EM-Dritte Johan Euren (130 kg/GR) spielte seinen Gewichtsvorteil von 17 kg gegen Oliver Hassler aus, der Olympia-Achte von Rio 2016 aus Schweden siegte mit 6:1 Punkten. Nachdem Dustin Scherf (61 kg/GR) die knappe Führung für Weingarten mit einem 5:2-Punktsieg über Ibrahim Fallacara zurück holte, dann der Schock für die Gastgeber, denn Magomedgadzhi Nurov (98 kg/FR) gab in letzter Sekunde den sicher geglaubten Sieg gegen Radoslaw Baran noch aus den Händen, unbeschreiblicher Jubel dagegen beim Anhang des KSV Ispringen, das Team um Trainer Bernd Reichenbach glich damit zum 3:3 aus. Im letzten Duell vor der Pause dann der Auftritt des Kubaners Alejandro Valdes (66 kg/FR) im Trikot des SV Germania Weingarten. Nach einem blitzschnellen Beinangriff und mehreren Bodentechniken beendete der Olympia-Siebte von Rio das Duell gegen Mihail Sava nach nur 48 Sekunden mit 16:0, durch technische Überlegenheit vorzeitig. Damit führte Weingarten nach 5- von 10 Kämpfen mit 7:3.
Wechselseitig ging es weiter; zum Start der zweiten Hälfte des Kampfabends setzte sich Ispringens Mittelgewichtler Zakarias Berg (86 kg/GR) gegen Jan Rotter durch, Ionut Panait (66 kg/GR) wurde von den 1500 Fans in der Walzbachhalle für seinen 6:0 über den Deutschen Meister 2016, Muhammed Yeter gefeiert und auch William Harth (86 kg/FR) legte einen Punktsieg für das SVG-Team nach, allerdings gelang Michael Kaufmehl in den Schlusssekunden noch ein Angriff mit dem er auf 4:6 verkürzte und damit nur einen Mannschaftspunkt für Weingarten zu ließ. So stand vor den beiden abschließenden Weltergewichtskämpfen 10:6 für Weingarten. Ispringens Ausnahmeringer Kakhaber Khubezthy (75 kg/FR) schaffte es gegen Georg Harth nicht ganz, den Rückstand auszugleichen, mit seinem 10:0-Punktsieg holte der Ringer vom KSV Ispringen drei Mannschaftspunkte zum 10:9-Anschluss.
Der Weltmeister von 2015 Frank Stäbler (75 kg/GR) wechselte vor dieser Saison vom ASV Nendingen zum SV Germania Weingarten und sorgte mit seinem fulminanten Kampfstil und einem schönen Ausheber aus der Bodenlage für Begeisterungsstürme auf den Rängen der bis auf den letzten Platz gefüllten Walzbachhalle. Allerdings kugelte sich sein Kontrahent Konstantin Schneider bei diesem Wurf das Schultergelenk aus, Verbandsarzt Dr. Klaus Johann war sofort zur Stelle und Schneider konnte das Duell gar zu Ende kämpfen, gab so statt der 4 Mannschaftspunkte nur drei Zähler zum 13:9-Endstand für den SV Germania Weingarten ab.
Was der Vier-Punkte-Vorsprung wert ist, wird sich am kommenden Samstag zeigen, wenn in der Berta-Benz-Halle Pforzheim der Rückkampf steigt, bei dem der KSV Ispringen auch schon im Halbfinale gegen den KSV Aalen 05 überraschte.