Zum Auftakt empfängt die KG Baienfurt-Ravensburg-Vogt am Samstag den KSV Neckarweihingen (Bericht Heinrich Stärk)

Baienfurt - bei der KG Baienfurt-Ravensburg-Vogt wird am Samstag die neue Ringer-Saison eingeläutet. Zum Auftakt gibt es gleich zwei Vorstellungen in der Baienfurter Sporthalle: die KG-I-Truppe trifft um 19.30 Uhr im Oberliga-Duell auf den KSV Neckarweihingen. Davor eröffnet die zweite KG-Mannschaft um 17.30 Uhr gegen den KSK Furtwangen II die Bezirksliga-Saison.

Das Training lief gut an, alle Akteure sind vor Ort beziehungsweise verfügbar, auch die drei Neuen – insofern stellen sich die Voraussetzungen für den Rundenstart bei der KG ganz passabel dar. So jedenfalls sieht es Sportmanager Michael Merk, der für die Saison im Großen und Ganzen zuversichtlich gestimmt ist. Ein solch glücklicher Verlauf wie 2011 mit dem zweiten Platz sei allerdings nicht zu erwarten, denn einige Abstriche müssten gemacht werden, wie auch Freistil-Trainer Frank Rothweiler sagt. Da wäre zum Beispiel der Ausfall von Marcel Bolduan, der nach einer verletzungsbedingten Schulteroperation die ganze Saison nicht zur Verfügung steht. Für ihn springt zwar Christoph Dornfeld ein, aber es wird eine enorme Herausforderung auf den Baienfurter zukommen, denn Bolduan tat sich 2011 bekanntlich auch schon schwer.

Merk und Rothweiler gehen dennoch von einer Platzierung in der Mitte aus, zumal es auch 2012 Neuverpflichtungen gegeben hat. Für den Freistil-Part der 66-kg-Klasse stößt Alexandros Pilavidis zur KG. Der griechische Meister von 2010 ersetzt Georgios Savvoulidis, der die vergangene Saison ohne Niederlage beendete. Anstelle von Vjatcheslav Kolossov ringt nun Paul Patapov in Baienfurt auf der klassischen 84-kg-Position. Der Student aus Aalen beendete beim SV 04 Nürnberg (Oberliga Bayern) die zurückliegende Runde mit makelloser Bilanz. Aus Griechenland ist Micheil Tsikonavi zur KG gestoßen und übernimmt die beiden schwersten Kategorien im freien Stil. Bei den griechischen Titelkämpfen belegte er 2010 und 2011 jeweils den ersten Platz der 96-kg-Klasse, 2012 wurde er Dritter im Schwergewicht. Seit letzter Woche nimmt er am Trainingsbetrieb teil und bleibt die ganze Runde über in Baienfurt.

Erneut erhält auch der eigene Nachwuchs sein Podium. In der 55-kg-Kategorie hat Lukas Buck bereits letzte Saison Erfahrung gesammelt und dabei viel Lehrgeld zahlen müssen, doch legte er seither deutlich an körperlicher Substanz zu. Da müsste der eine oder andere Erfolg herausspringen. Louis Wessels soll in den beiden schwersten Klassen Greco den Weggang von Pavel Burla kompensieren. Garanten für Einzelerfolge sehen die Baienfurter Betreuer in den drei Neuen sowie in Gerhard Tenhündfeld, der mit 35 Jahren der älteste Starter im KG-Team ist.

Nach dem Wechsel von Paul Heiderich zur SG Weilimdorf ist die 60-kg-Klasse vorläufig noch vakant. In der Partie gegen Neckarweihingen sieht KG-Trainer Frank Rothweiler eine Pflichtaufgabe für sein Team. Die Aufsteiger aus dem Ludwigsburger Stadtteil sind zwar ein unbeschriebenes Blatt, doch die Substanz und den Vorteil zu einem Erfolg traut Rothweiler den Achringern zu. Auch die folgenden beiden Begegnungen sind Heimkämpfe und bescheren der KG zuerst den KSV Aalen II, danach den TSV Musberg, der aus der 1. Bundesliga zurückgezogen hat. Die Ringer aus dem Stadtteil von Leinfelden-Echterdingen gelten als Topfavorit, zumal die komplette Erstliga-Mannschaft ohne Abgänge weiterhin zur Verfügung steht. Insofern wären für Merk und Rothweiler vier Punkte aus den ersten drei Partien ein guter Anfang.

Mit etwas stärkerem Rücken gegenüber letzter Saison starten die KG-Zweier am Samstag in ihre Saison. Auftaktgegner Furtwangen gehörte letztes Jahr wie die KG zu den Kellerkindern der Bezirksliga und rangierte als Achter einen Platz vor den Oberschwaben.