(lh). Raphaela Kopetschek vom KSV Winzeln und Ahmed Dudarov (ASV Nendingen) sind Deutsche Freistil-Meister. Eine solch tolle Erfolgsbilanz hat es für den hiesigen Ringerbezirk lange nicht gegeben. Während der Donauringer durchaus als Geheimfavorit zu den Titelkämpfen nach Aschaffenburg anreiste, so kommt der Meistertitel für die Ringeramazone vom Heimbach gänzlich überraschend. Da hatte sie sich jahrelang intensiv für diesen Jahreshöhepunkt vorbereitet, aber jedes Mal fehlte ihr das berühmte Quäntchen Glück für den ganz großen Wurf. 2007 und 2011 war sie Zweite, 2008, 2009 und 2010 holte sie Bronze. Nachdem sie zuletzt aufgrund ihres Mechatronic-Studiums eine halbjährige Wettkampfpause eingelegt hatte und erst wieder vor vier Wochen ins Training eingestiegen war, wollte sie eigentlich gar nicht zur DM gehen. Doch der Reiz und das Flair einer solchen Meisterschaft sowie der Spaß an der Sportart Ringen lockte und so ging sie ohne jegliche Ambitionen in der Gewichtsklasse bis 72 kg an den Start. Plötzlich passte alles zusammen, zumal Titelverteidigerin Maria Müller (SV Altenburg) verletzungsbedingt fehlte. Die Ringerlady aus dem Alpirsbacher Teilort Römmlingsdorf nutzte die Gunst der Stunde, besiegte im Viertelfinale Bianca Buch (KVA Remseck) mit 1:0/1:0 und schaltete im Halbfinale die Freiburgerin Kim Riesterer, Fünfte im Vorjahr, mit 1:0 und 2:0 aus. Da ihre Finalgegnerin, Anna Schell (RLZ Aschaffenburg), immerhin die

Vorjahreszweite Lisa Hug (KSK Neuss) aus dem Rennen geworfen hatte, war die Winzelnerin vorgewarnt. Mit einem 4:0 in Runde eins kaufte sie der Lokalmatadorin von Anfang an den Schneid ab und ließ sich auch in Runde zwei, die sie mit 1:0 für sich entschied, nicht aus dem Konzept bringen. Somit war der erste deutsche Meistertitel für die 22-Jährige perfekt. Auf ähnliche Weise gelang auch Dudarov der Titelgewinn. Die Top-Favoriten Andreij Shyka und Sebastian Christoffel fehlten aufgrund von Verletzungen, Titelverteidiger Martin Obst (1. Luckenwalder SC) stolperte im Halbfinale über Georg Harth (TKSV Bonn-Duisdorf). Den Rest besorgte der Nendinger selbst. Schon im Achtelfinale schickte er Vizemeister Christian Maier (SV Burghausen) mit 5:0 und 2:1 von der Matte, eine Runde später hatte Said Mohamadi (TV Essen-Dellweg) in einer spannenden Begegnung mit 0:1/3:3/0:4 das Nachsehen. Im Halbfinale dann ein weiterer großer Auftritt des Donauathleten, als er den aufgerückten mehrfachen deutschen Meister Felix Menzel (1. Luckenwalder SC) mit 2:0 und 1:0 stoppte. Spannend war das Finale gegen Georg Harth. Nach einem 0:3 in Runde eins konnte Dudarov mit einem 1:0 eine dritte Runde erzwingen, die er dann souverän mit 3:0 g