(lh). Freistilringer Stefan Brugger schrieb die ruhmreiche Vereinsgeschichte des AB Aichhalden um ein Kapitel weiter. Er holte im hessischen Kleinostheim nach einem überaus spanenden Finalkampf den Deutschen Meistertitel in der A-Jugend bis 63 kg und krönte damit seine bisherige sportliche Karriere. Dabei war er keinesfalls als Favorit an den Start gegangen, zumal er aus dem Vorjahr nur Rang 21 aufweisen konnte. Doch offensichtlich gefiel ihm die Außenseiterolle besonders gut. Schon zum Auftakt am Freitagabend musste er gegen Benedikt Argstatter (SC Anger) beim 1:0/0:4/2:0 alles aufbieten, um einen Fehlstart zu vermeiden. Gut im Griff hatte Brugger den Erfurter Waldimir Arutunjan, den er mit 9:5 und 7:3 klar besiegte. Eine enge Partie lieferte sich der Aichhalder mit dem Südbadener Michael Rieder (RG Waldkirch-Kollnau), den er mit 1:0 und 3:2 bezwingen konnte. Auch der Triberger Marius Weiss, Deutscher B-Jugendmeister von 2011, verlangte Brugger beim 1:0/0:1/2:0 alles ab. Den Finaleinzug hatte sich der Aichhalder sicherlich anstrengender vorgestellt. Mit 2:0 in Führung liegend musste sein Konkurrent Erik Hötgen (AC Köln-Mülheim) noch in der ersten Kampfrunde verletzt aufgeben. Dafür hatte der Endkampf gegen Lewon Sargsian (ASV Wilhelmshaven) noch einmal alles zu bieten: Spannung, Hektik und Dramatik. Nach zwei Runden stand es 1:1, ehe sich der Schwarzwälder mit 2:0 durchsetzte und den Anhang des WRV jubeln ließ. Auch auf die Auszeichnung „technisch bester Ringer des Turniers“ darf der Schwarzwälder stolz sein. Nicht ganz so erfolgreich verliefen die Titelkämpfe für Vereinskamerad Pius Moosmann (58 kg), für den in der dritten Runde das vorzeitige Aus kam, er wurde 13. Schon nach zwei Runden war für Jonas Schmid

(KSV Winzeln/12.), Robin Baur (ASV Nendingen/19.), Robin Hezel (AV Sulgen/22.) Schluss. Für Valentin Zepf (SV Dürbheim/76 kg) und Manuel Behr (ASV Nendingen) waren die Meisterschaften nach drei Kämpfen beendet. Sie landeten auf den Rängen neun und 18. Marco Eckl (AV Sulgen) kam bis in die vierte Runde und schied dann gegen den Dritten Andreas Walter (SC Unterföhring) aus, er kam auf Platz 10.