Der Bezirksvorstand von links: Horst Krumrück, Klaus Ginsel, Birgit Hepting, Daniel Olipitz, Martin Moosmann und Michael Ginsel.

Im Vorstand des WRV-Ringerbezirk vier Schwarzwald-Alb-Bodensee hat die Verjüngungskur begonnen. Beim Bezirkstag in Trossingen wurde Daniel Olipitz (AV Hardt) zum Nachfolger des bisherigen Rechtsausschussvorsitzenden Klaus Ginsel (ASV Nendingen) gewählt.

Der 70-jährige Ginsel hatte diese Funktion zehn Jahre lang ausgeübt und wurde von der Vorsitzenden Birgit Hepting (KSV Trossingen) mit lobenden Worten und einem kleinen Präsent verabschiedet. Sie selber wurde ebenso wie Sportwart Horst Krumrück (AV Schwenningen) und Pressereferent Lothar Herzog (AV Sulgen) einstimmig für eine weitere Amtszeit von zwei Jahren gewählt.

Hepting machte jedoch deutlich, nach dann sechsjähriger Amtszeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Es müsse möglich sein, bis 2014 einen geeigneten Kandidaten zu finden. Lediglich bestätigt werden mussten Jugendreferent Martin Moosmann und Jugendsprecher Stefan Moosmann (beide AV Sulgen), da sie bereits in der Jugendleiterversammlung gewählt worden waren. In naher Zukunft stehen dem Bezirk auch sportliche Veränderungen ins Haus.

Wie die Vorsitzende in ihrem Jahresbericht erwähnte, müsse man sich aufgrund der zurückgehenden Teilnehmerzahlen bei den Bezirksjugendmeisterschaften Gedanken darüber machen, ob diese ab 2014 nicht zusammen mit dem südbadischen Bezirk eins ausgerichtet werden sollen.

Auch dort sei ein Rückgang bei der Anzahl der Jugendlichen erkennbar. Die Titelkämpfe würden nicht nur in sportlicher Hinsicht interessanter, sondern auch lukrativer für den ausrichtenden Verein. Bekräftigt wurden die Überlegungen der Vorsitzenden durch den Jugendreferenten, der vor allem in der E-Jugend einbrechende Teilnehmerzahlen feststellte. Erste Gespräche sollen nach Auskunft von Hepting bei der ARGE-Jugendleitertagung am 2. März geführt werden.

Des weiteren bat die Vorsitzende die Turnier ausrichtenden Vereine, das Wettkampfbüro künftig möglichst in Eigenregie zu besetzen, da sie vor allem in der Winterzeit beruflich stark gefordert werde. Sie sei gerne bereit, eine Schulung für das Turnierprogramm von Klaus Armbruster (VfK Mühlenbach) zu organisieren, wenn sich genügend Interessenten meldeten. Aufgrund der vorgekommenen Verstöße in der vergangenen Saison, vier Anzeigen, appellierte Klaus Ginsel an die Trainer und Betreuer, ihre Athleten zu einem sportlichen Fair-Play auf und abseits der Matte aufzufordern.

Kampfrichterobmann Michael Ginsel (ASV Nendingen) beklagte eine personelle Unterbesetzung bei den Bezirksmeisterschaften. Leider würden sich nicht alle Kampfleiter in der von ihm gewünschten Form für ihr Hobby einsetzen. Mit derzeit elf lizenzierten Unparteiischen, davon zwei Wackelkandidaten, und einem Anwärter sieht Ginsel der kommenden Saison mit Unbehagen entgegen. Sportreferent Horst Krumrück musste insgesamt 37 Ordnungsgelder an die Vereine verschicken.

Der Großteil (28) fiel an die A-Klasse, in der hauptsächlich die Strafen aufgrund von nicht besetzten Gewichtsklassen bezahlt werden musste. Krumrück bat deshalb, die Richtlinien entsprechend zu ändern, um gerade kleinere Vereine nicht übermäßig zu bestrafen.